Was ist eine Testkreditkartennummer?
Eine Testkreditkartennummer sieht aus wie eine echte Kartennummer und besteht jede Prüfung, die eine Website selbst durchführen kann: Sie beginnt mit dem richtigen Präfix der Kartenmarke, hat die passende Länge und eine korrekte Prüfziffer am Ende. Ausgegeben hat sie aber keine Bank – sie gehört zu keinem Konto, keiner Person und hat kein Guthaben. Entwickler und Tester nutzen solche Fake-Kreditkartennummern, um Bezahlformulare, Checkout-Abläufe und Datenbanken zu prüfen, ohne echte Kundendaten preiszugeben.
Unser Kreditkarten-Generator baut jede Nummer so auf, wie es die Kartennetzwerke tun: Er startet mit einem echten Herausgeber-Präfix (IIN bzw. BIN), füllt die Kontoziffern mit dem kryptografischen Zufallsgenerator Ihres Browsers und berechnet die letzte Ziffer mit dem Luhn-Algorithmus. Dazu kommen ein zufälliges Ablaufdatum in der Zukunft und ein Sicherheitscode in der für die Marke üblichen Länge. Alles passiert auf Ihrem Gerät – an unseren Server wird nichts gesendet.
Aufbau der Kartennummer nach Marke
Die ersten Ziffern verraten das Kartennetzwerk und die ausgebende Bank. Die Tabelle zeigt die Bereiche, die der Generator verwendet – also genau das, was Ihr Validierungscode akzeptieren sollte:
| Marke | Beginnt mit (IIN) | Stellen | Stellen CVV |
|---|---|---|---|
| Visa | 4 | 13, 16, 19 | 3 |
| Mastercard | 51–55, 2221–2720 | 16 | 3 |
| American Express | 34, 37 | 15 | 4 |
| Discover | 6011, 644–649, 65 | 16–19 | 3 |
| JCB | 3528–3589 | 16–19 | 3 |
| Diners Club | 300–305, 36, 38–39 | 14–19 | 3 |
| UnionPay | 62 | 16–19 | 3 |
| Maestro | 5018, 5020, 5038, 5893, 6304, 6759, 6761–6763 | 12–19 | 3 |
So funktioniert die Prüfziffer (Luhn-Algorithmus)
Der Luhn-Algorithmus, auch „Modulo-10-Verfahren“ genannt, wurde in den 1950er-Jahren vom IBM-Ingenieur Hans Peter Luhn veröffentlicht. Alle großen Kartenmarken setzen ihn ein, um Tippfehler abzufangen. Als Beispiel dient die bekannteste Testnummer, 4111 1111 1111 1111:
- Verdoppeln Sie, von rechts beginnend, jede zweite Ziffer (in der Tabelle hervorgehoben).
- Ist das Ergebnis größer als 9, ziehen Sie 9 ab (aus 8 bleibt 8, aber 7 × 2 = 14 wird zu 5).
- Addieren Sie alle Werte. Hier ergibt sich die Summe 30.
- Endet die Summe auf 0, ist die Nummer gültig. 30 ist durch 10 teilbar – die Nummer besteht also.
| Ziffer | 4 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verdoppelt? | 8 | – | 2 | – | 2 | – | 2 | – | 2 | – | 2 | – | 2 | – | 2 | – |
| Addierter Wert | 8 | 1 | 2 | 1 | 2 | 1 | 2 | 1 | 2 | 1 | 2 | 1 | 2 | 1 | 2 | 1 |
Beim Generieren gehen wir den umgekehrten Weg: Wir füllen alle Stellen außer der letzten, berechnen die Summe und wählen die Endziffer so, dass die Summe das nächste Vielfache von 10 erreicht. Mit unserem Kreditkarten-Validator können Sie jede Kreditkartennummer Schritt für Schritt prüfen.
So nutzen Sie den Generator
- Marke wählen: Visa, Mastercard, American Express, Discover, JCB, Diners Club, UnionPay oder Maestro.
- Optional eine BIN oder ein Muster eingeben. Mit einer 6- bis 8-stelligen BIN erhalten Sie Nummern aus einem bestimmten Herausgeberbereich. Nutzen Sie
xals Platzhalter (zum Beispiel5425xxxxxxxx1234), um einzelne Ziffern festzulegen: Der Generator übernimmt jede eingegebene Ziffer und berechnet einen Platzhalter so, dass die Nummer den Luhn-Test weiterhin besteht. - Anzahl und Details festlegen: bis zu 1.000 Karten, Ablaufmonat und -jahr zufällig oder fest, CVV zufällig oder fest.
- Exportieren: Liste kopieren oder als CSV, JSON, XML bzw. Pipe-getrennten Text (
Nummer|MM|JJJJ|CVV) herunterladen.
Wofür Entwickler Testkreditkarten brauchen
- Formularvalidierung: Prüfen Sie, ob Ihr Checkout jede Marke und Länge akzeptiert (15-stellige Amex, Mastercard der 2er-Serie, 19-stellige Karten) und Nummern mit falscher Prüfziffer zurückweist.
- Markenerkennung und Eingabemasken: Stellen Sie sicher, dass das richtige Logo erscheint und die Nummer korrekt gruppiert wird (4-4-4-4 bzw. 4-6-5 bei Amex).
- Testdaten und Fixtures: Befüllen Sie Staging-Datenbanken, Demos und Screenshots mit realistischen Nummern statt mit echten Kundenkarten – so bleiben diese Systeme außerhalb des PCI-DSS-Geltungsbereichs.
- Last- und UI-Tests: Erzeugen Sie Hunderte unterschiedlicher Datensätze für Performance-Tests, Paginierung und Suche.
- Lehre: Zeigen Sie anschaulich, wie IINs, Prüfziffern und die Luhn-Formel funktionieren.
Tests mit einem Zahlungsanbieter
Wenn Sie eine echte Zahlungsintegration im Sandbox-Modus testen, verwenden Sie die Testkarten, die der Zahlungsanbieter selbst dokumentiert. Sie liefern gezielt bestimmte Ergebnisse – Freigabe, Ablehnung oder eine 3-D-Secure-Abfrage –, was zufällige Nummern nicht können. Generierte Nummern eignen sich ideal für alles, was vor der Anfrage an den Zahlungsanbieter passiert. Offizielle Testkarten-Listen:
Häufige Fragen
Sind das echte Kreditkartennummern?
Nein. Die Nummern folgen den öffentlichen Formatregeln der Kartennetzwerke (Präfix, Länge und Luhn-Prüfziffer), sind aber mit keinem Bankkonto, keinem Karteninhaber und keinem Kreditrahmen verknüpft. Sie dienen ausschließlich zum Testen von Software.
Kann ich mit einer generierten Karte einkaufen oder ein Gratis-Abo starten?
Nein. Jede echte Zahlung muss von der kartenausgebenden Bank autorisiert werden, und keine Bank hat diese Nummern ausgegeben – jede Belastung wird also abgelehnt. Wer mit einer Karte bezahlt, die ihm nicht gehört, begeht Betrug. Verwenden Sie die Nummern nur in Sandboxes, Formularen und Testdaten.
Was ist eine Fake-Kreditkarte?
Mit „Fake-Kreditkarte“ ist hier eine erfundene Kartennummer gemeint, die formal korrekt aufgebaut ist, aber zu keiner echten Karte gehört. Solche Fake-Kreditkartennummern sind Testdaten: Sie bestehen die Formatprüfung eines Checkout-Formulars, enthalten aber kein Geld und werden von jedem echten Zahlungssystem abgewiesen.
Warum bestehen die Nummern die Kartenprüfung?
Die meisten Bezahlformulare prüfen nur das Format: Markenpräfix, Länge und Luhn-Prüfsumme. Unsere Nummern erfüllen genau diese drei Regeln – und genau das brauchen Sie, um Ihren Validierungscode zu testen. Ein Zahlungsanbieter im Live-Modus lehnt sie trotzdem ab.
Kann ich Karten zu einer bestimmten BIN generieren?
Ja. Tragen Sie die BIN (die ersten 6–8 Ziffern) in das Feld BIN / Muster ein. Sie können auch x als Platzhalter verwenden, etwa 453201xxxxxxxxxx: Jedes x wird zufällig gefüllt und die Prüfziffer so berechnet, dass die Nummer den Luhn-Test besteht.
Welches Exportformat ist das richtige?
Das Pipe-Format (Nummer|MM|JJJJ|CVV) eignet sich zum schnellen Kopieren, CSV für Tabellen und Test-Fixtures, JSON für API-Mocks und Unit-Tests und XML für ältere Schnittstellen. Pro Durchgang können Sie bis zu 1.000 Karten erzeugen.
Ist das Generieren von Testkartennummern legal?
Ja. Nummern nach einem öffentlich dokumentierten Format zu erzeugen ist legal und gehört zum Alltag jeder Zahlungssoftware-Entwicklung. Illegal ist es, eine Kartennummer zu verwenden, für die Sie keine Berechtigung haben. Diese Website speichert, verkauft oder verarbeitet keine echten Kartendaten.